Ludwigshafener

Verein für Jugendhilfe e.V.

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Gründungsgeschichte

Im Dezember 1976 haben sich Mitarbeiter des Jugendamtes Ludwigshafen zusammengesetzt, da sie in ihrer Arbeit immer wieder auf junge Menschen gestoßen sind, die ohne Unterkunft waren oder aus verschiedenen Gründen ein Zimmer benötigten.

Daraus entwickelte sich die Gründung des Ludwigshafener Vereins für Jugendhilfe, der sich dann als eingetragener Verein 1977 in das Vereinsregister eintragen lies.

Ziel war es, jungen Menschen in Not schnell und unkompliziert eine Unterkunft zu gewähren und Maßnahmen zur schulischen, beruflichen und sozialen Integration einzuleiten.

1978 wurde ein Zimmer in Ludwigshafen-Mundenheim angemietet und somit die erste Übergangswohnung des Vereins gegründet, die über Sozialhilfe finanziert wurde. Übergangswohnung bedeutete, dass junge obdachlose Menschen für einen kurzen Zeitraum betreut wurden, bis eine feste Unterkunft für sie gefunden wurde. Im Vordergrund stand immer der ehrenamtliche Einsatz der Mitglieder, die mit viel Engagement die Wohnung aufrecht hielten und auch die entsprechend notwendigen Gelder durch Spenden sammelten. Mit den jungen Menschen selbst wurden die Wohnungen renoviert und eingerichtet. Der damalige Sozialdezernent der Stadt, Herr Bürgermeister Günter Janson, war ebenfalls Unterstützer dieser Initiative und setzte sich bei der Wohnungssuche sehr für den Verein ein. So wurde bald darauf die erste richtige Wohnung in der Benckiser Straße 43 eingerichtet. Da dieses Haus für das Kinder-Eltern-Haus der Stadt renoviert und umgebaut wurde, war der nächste Umzug im Sommer 1983 in die Hartmannstraße 9 notwendig.

Es folgten bis zum Jahr 1996 vier weitere Umzüge in Abrisshäuser, bis dann durch die GAG ein Reihenendhaus in der Platenstraße 33 als feste Bleibe gefunden wurde. 1997 wurde die Wohngruppe durch das Anwesen in der Pettenkoferstraße 2a erweitert. Diese Wohneinheit war die erste Wohngruppe, die im Rahmen von Jugendhilfe durch die Stadt Ludwigshafen finanziert wurde. Schwerpunkt war hier, junge Menschen durch Betreutes Wohnen in ein eigenständiges und selbstverantwortliches Leben heranzuführen.

Der Verein wandelte sich ab dieser Zeit zu einem Leistungsanbieter für die Jugendhilfe in Ludwigshafen. Das Angebot des Betreuten Wohnens wurde durch Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft, Betreuungsweisungen und Soziale Trainingskurse ergänzt.

So konnten die Aufträge kostengünstig (u.a. bedingt durch die Ehrenamtlichkeit, die den Verein noch immer trägt) und kompetente Angebote ausgeweitet werden. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, durch familienunterstützende Arbeit ein Zeichen zu setzen und mit diesen ambulanten Angeboten Heimunterbringungen zu vermeiden.

Da es im Laufe der Zeit durch die wachsende Mitarbeiterzahl in den Räumlichkeiten der bisherigen beiden Häuser immer enger wurde, suchten wir intensiv nach weiteren Möglichkeiten. Mit dem Anwesen eines früheren Schrott- und Recyclingunternehmens in der Industriestraße 8 wurde dann auch ein passendes Objekt gefunden und nach umfangreichen Umbaumaßnahmen konnte im Februar 2009 die Geschäftsführung, Verwaltung, Teamleitungen und eine weitere Wohngruppe in den neuen Gebäudekomplex einziehen. Weiterhin wurde das Leistungsangebot noch weiter ausgebaut und der Verein bietet heute eine breitgefächerte Palette verschiedenster Jugendhilfemaßnahmen an, ist seit April 2010 eine anerkannte Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle und führt im Auftrag von Amtsgerichten Verfahrensbeistandschaften durch.

Im Jahr 2012 erfolgte dann im Hauptsitz in der Industriestraße ein weiterer Ausbau. Im Haupthaus entstanden im Ober- und Dachgeschoss weitere Büros, Besprechungs- und Aufenthaltsräume, das Nebengebäude wurde mit einer weiteren Wohngruppe aufgestockt. Da die Plätze im Betreuten Wohnen jedoch konstant blieben, konnte das Anwesen in der Pettenkoferstraße 2013 ebenfalls umgebaut werden und beherbergt seit Herbst 2013 das Haus LUna, die neue Mutter-Kind-Wohngruppe, die in Kooperation mit der Fachstelle Guter Start ins Kinderleben der Stadt Ludwigshafen und dem Klinikum Ludwigshafen betrieben wird und für bis zu fünf Müttern mit Kindern Platz bietet.

Wir sind heute für die Stadt Ludwigshafen ein kompetenter Anbieter der Jugendhilfe, sind gut in unseren Einsatzgebieten vernetzt und kooperieren mit vielen weiteren Jugendhilfeeinrichtungen, Beratungsstellen und Behörden. Mittlerweile wird unsere Leistungsfähigkeit auch von anderen Kommunen und Landkreisen geschätzt und genutzt.

Wir haben mit unseren Mitarbeitern eine Arbeitsform gefunden, die das Management Diversity verkörpert, also eine vielfältige Zusammensetzung der Belegschaft, die dadurch auch den Anforderungen durch unseren Kundenkreis gerecht wird. So sind wir auch ein attraktiver Arbeitgeber geworden und können von uns behaupten, dass die Mitarbeiter gerne bei uns arbeiten und das Miteinander von Ehrenamtlichkeit und Professionalität sehr gut funktioniert.

Die Vereinsmitglieder kommen überwiegend aus dem Bereich politisch verantwortlicher Menschen, die durch Ehrenamtlichkeit, Politik oder Beruf unserer Aufgabenstellung verbunden sind. So hat die Vereinsführung zusammen mit den Mitarbeitern durchweg den professionellen Hintergrund für die vielfältigen Aufgaben, denen wir uns auch in Zukunft stellen wollen.