Ludwigshafener

Verein für Jugendhilfe e.V.

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Sozialer Trainingskurs

Der Soziale Trainingskurs stellt eine gesetzlich fundierte, sozialpädagogische Intervention dar und hat den Anspruch sowie die Aufgabe, mit delinquenten Jugendlichen pädagogisch in Form von Gruppenarbeit deren weitere Entwicklung zu beeinflussen. Die gesetzliche Grundlage entstammt dem § 10 Jugendgerichtsgesetz (JGG) als richterliche Weisung. Sie kann aber auch vom Staatsanwalt (§ 45 JGG) oder als Auflage im Rahmen einer Bewährung (§§ 21, 27 JGG) veranlasst werden. Sinnvoll ist, eine Verbindlichkeit der Maßnahme mit einer Freiwilligkeit zu erzielen. Dann liegt es an dem Leiterteam, den Kurs sinnvoll zu gestalten. Entsprechend der Sozialen Gruppenarbeit wird in einem Co-Leitungssystem von Mann und Frau das Angebot gestaltet.

 

Die Zielgruppe des Sozialen Trainingskurses bilden mehrfach auffällige Jugendliche und Heranwachsende, die schon wegen Straffälligkeiten vor dem Jugendrichter standen. Der Soziale Trainingskurs ist als intensivpädagogische Handlungsweise zu sehen, mit der auf delinquentes auffälliges Handeln reagiert wird. Die Teilnehmer sollen Verhaltensweisen kennenlernen und ausprobieren, die ihnen helfen, sozial angemessen zu reagieren.

 

Da die Teilnahme einen verpflichtenden Charakter hat, muss somit auch auf Grundlage der beschriebenen Zielgruppe die Interventionsmöglichkeit durch therapeutischen Handlungsspielraum erweitert werden. Psychodramatische Elemente als Methode finden hier unter anderem ihre Anwendung.